14. Nibelungen Open 2018 - Alle Ergebnisse und Tabellen


13. Nibelungenopen des Wormser Schachvereines von 1878

199 Teilnehmer trafen sich vom 28. Okt. Bis zum 31. Okt.  zum 13. Wormser Nibelungenopen.

Das Turnier wurde in zwei Leistungsklassen ausgetragen – das A-Turnier für starke Turnierspieler, das B-Turnier für geübte Vereinspieler. Beide standen unter der professionellen Leitung von Daniel Hendrich, seines Zeichens geprüfter internationaler Schiedsrichter. Er wurde seitens des Wormser Schachvereines (WSV) von Michael Pittner-Fleck unterstützt. Letzterer bestand seine Feuertaufe mit Bravour.

Gespielt wurde in der Paternusschule in Pfeddersheim. Der Stadt Worms und der Schulleitung der Paternusschule dankt der WSV für die Bereitstellung der Aula, die wieder ein tolles  Ambiente für die Schachbegeisterten bot. 

Wie üblich sorgte Vereinspräsident Patrick Boos zusammen mit seinem Küchenteam für eine abwechslungsreiche und preiswerte Verpflegung der Teilnehmer. Viele weitere ehrenamtliche Helfer waren notwendig, um einen schönen Rahmen für das Turnier zu schaffen.

Auf – und Abbauhelfer für die 110 Tische und 220 Stühle sowie die Bretter und Figuren, Kassenwarte, Küchenhelfer, Turnierleiter, Einkäufer, Abholer, Moderator und viele mehr trugen zum Erfolg bei. Ein Großteil der Teilnehmer hatte schon mehrfach an diesem Schach-Open teilgenommen und war so bestens mit allem vertraut.

Das A-Turnier war mit 72 Teilnehmer besetzt, darunter sechs weibliche Schachspieler.  Zwölf Titelträger waren angereist, um sich einen Teil des mit 4200 € großzügig ausgestatteten  Preisfonds zu erkämpfen. International besuchte je ein Schachfreund aus Belgien, Mexiko, Rumänien, Serbien, der Ukraine und den USA das Open, was für den Bekanntheitsgrad spricht. Die Spitzenbretter der A-Gruppe wurden erstmals auf der Bühne der Aula untergebracht, was von Spielern und Zuschauern sehr begrüßt wurde. Das Turnier gewann der erst sechszehnjährige Pfälzer Julius Muckle mit fünfeinhalb Punkten aus sieben Runden hauchdünn aufgrund der besseren Feinwertung vor dem Internationalen Meister Igor Solomunovic und Vadim Cernov. Wie hart hier um jeden halben Punkt gerungen wurde zeigte sich daran, daß die ersten fünf alle auf fünfeinhalb Punkte kamen. Knapp dahinter plazierte sich der beste Wormser Spieler, Roland Ollenberger, mit fünf Punkten. Auf Rang neun folgte die beste Dame des Turnieres, die weibliche internationale Meisterin Zilberman. Gute Plazierungen aus Wormser Sicht waren noch Daniel Helbig auf Platz 16, René Dausch auf 25. Zufrieden sein konnte auch Jan Haugner, der seine Wertungszahl um 14,4 Punkte verbesserte.

 Im B-Turnier starteten 122 Schachfreunde, darunter 13 Frauen. Zehn Wormser Spieler nahmen teil, von denen Niclas Burg im starken Feld den neunten Platz belegte. Spieler aus Frankreich, Brasilien und Polen wollten sich hier mit den regionalen Größen messen.

Das Turnier gewann Jan Siebel mit sechs aus sieben, knapp vor dem punktgleichen Anton Hardt.  Fabian Guckes war mit vier Punkten auf Platz 31 ebenfalls zufrieden. Joachim Fiedler, der mit 65 Jahren sein erstes regionales Turnier spielte, erreichte eine gute Leistung von 1530 Punkten und einen 52. Rang. Stefan Fehlinger wurde bei seinem ersten Turnier mit drei Punkten und einer Leistung von 1567 Elopunkten 76. Von den Jugendspielern des WSV waren die beiden Brüder Alperen und Gökberk sowie Elias Holschuh am Start. Gökberk verbesserte sich gegenüber seinem Startplatz um 15 Ränge – Glückwunsch. Schlecht lief das Open für den Senior Josef Daitche, der trotz seiner großen Erfahrung am Schluß nur auf einem der hinteren Ränge landete. Astrid Boos-Guckes nahm diesmal als einzige Frau des WSV am Turnier teil und belegte einen leistungsgerechten Platz.

Noch ein interessantes Ergebnis zum Schluß: während sich im A-Turnier die Zahl der Siege mit den weißen und schwarzen Steinen die Waage hielt, hatten die Weißspieler im B-Turnier mit 192 zu 129 Siegen die Nase vorn. Dies lässt Platz für Analysen.

Die abschließende Siegerehrung nahm Klaus Zachmann vom WSV vor. Er bedankte sich bei den Spielern für ihre große Disziplin und Fairness, bei den ehrenamtlichen Helfern für ihren großartigen Einsatz und wünschte den Gästen eine gute Rückreise. Turnierleiter Daniel Hendrich verteilte dann die Preise und nach den obligatorischen Siegerfotos war das Turnier erfolgreich abgeschlossen. „Wir sehen uns wieder“ war mehr als einmal zum Abschied zu hören. Das macht ein wenig stolz.

 

Der Spielabend des Wormser Schachvereins findet jeden Dienstag ab 17.00 Uhr sowie jeden Freitag ab 16.30 Uhr im Hotel Boos in der Mainzer Straße 5 in Worms statt. Die Erwachsenen und Senioren kommen ab 19.00 Uhr zum Zug. Informationen auch bei Patrick Boos, Telefon: 06241/52456 oder im Internet unter http://www.worms1878.de/.


FM Julius Muckle (SK Ludwigshafen) gewinnt 13. Wormser Nibelungenopen

Jan Siebel (Turm Kandel) siegt im B-Turnier – Insgesamt 198 Teilnehmer

Kurz vor 20 Uhr endete am Dienstagabend die letzte Partie des diesjährigen Wormser Nibelungenopens. Georg Regis (VO Mainz) konnte sich nach langem Kampf gegen David Musiolik (SC Ramstein-Miesenbach) durchsetzen; beide Spieler durften sich bei der anschließenden Siegerehrung über einen Preis freuen.

Mit 198 Teilnehmern hatte das Turnier am Samstag begonnen, davon 72 in der A- und 126 in der B-Gruppe. Ausgelobt war ein Preisfonds von 4.270 €, aufgeteilt auf Haupt- und diverse Kategoriepreise. Bewährter Spielort war die Aula der Paternus-Schule in Worms-Pfeddersheim, die von den zahlreichen Helfern des Wormser Schachvereins für das Turnier vorbereitet wurde. Die Spitzenbretter der A-Gruppe wurden erstmals auf der Bühne untergebracht, was von Spielern und Zuschauern begrüßt wurde. Wie üblich sorgte Vereinspräsident Patrick Boos zusammen mit seinem Küchenteam für eine abwechslungsreiche und preiswerte Verpflegung der Teilnehmer. Turnierleiter war nach erstmals nach vier Jahren wieder der Internationale Schiedsrichter Daniel Hendrich, der mit Michael Pittner-Fleck – Spielleiter des Wormser Schachvereins – einen tatkräftigen Unterstützer an seiner Seite hatte.

Bereits in der ersten Runde gab es im A-Turnier zahlreiche Überraschungen: Der topgesetzte IM Vadim Cernov (SK Ladenburg) kam gegen Tobias Hermann (Sfr. Schwaigern) nur zu einem Remis, ebenso wie IM Mikhail Nekrasov (SV Hockenheim) gegen Detlef Grobe (SK Ladenburg). IM Rene Dausch (SV Worms 1878) musste gegen Paul Perske (VO Mainz) sogar eine Niederlage einstecken. Nach zwei Runden hatten noch sieben Spieler die volle Punktzahl, darunter aus dem Favoritenkreis IM Igor Solomunovic (SK HD-Handschuhsheim) und FM Roland Ollenberger (SV Worms 1878). Neben Solomunovic konnte aus diesem Kreis nur noch Bernhard Geyer (SK Ladenburg) auch die dritte Runde erfolgreich gestalten, wodurch die Spitzenpaarung der vierten Runde feststand. In dieser konnte sich IM Solomunovic durchsetzen und war damit alleiniger Tabellenführer. Mit einem halben Zähler Abstand folgten Vadim Cernov, Roland Ollenberger, FM Julius Muckle (SK Ludwigshafen 1912), Arkadi Syrov (SK Frankenthal) und überraschend der an Nr. 33 gesetzte Steffen Heß (SC Groß-Zimmern). In der fünften Runde teilten Muckle und Solomunovic den Punkt, während Cernov gegen Heß und Ollenberger gegen Syrov siegten und die Spannung an der Tabellenspitze weiter vergrößerten. Aussichtsreich im Rennen lag mit 4 Punkten ebenfalls noch Andreas Lambert (SK Ludwigshafen). Alle Entscheidungen fielen wie üblich erst am letzten Turniertag. Die sechste Runde brachte ein schnelles Remis zwischen Igor Solomunovic und Vadim Cernov, wodurch beide Spieler ihre Chancen auf den Turniersieg wahren konnten. Voll im Rennen blieb auch Julius Muckle, der sich mit Schwarz gegen Roland Ollenberger durchsetzte und damit als dritter Spieler auf 5 Punkte kam. Hinter diesem Trio lagen mit jeweils 4,5 Zählern Steffen Heß, Roland Ollenberger, Arkadi Syrov sowie Lukas Melzner (SC Ingersheim) und FM Thomas Henrich (SK Marburg). Die Spitzenpaarungen der Schlussrunde lauteten: Cernov – Muckle, Ollenberger – Solomunovic, Syrov – Heß und Melzner – Henrich. Arkadi Syrov und Lukas Melzner konnten sich in ihren Partien durchsetzen und beendeten das Turnier damit mit 5,5 Punkten. Da die beiden anderen Paarungen jeweils mit der Punkteteilung endeten, kamen auch Cernov, Solomunovic und Muckle auf 5,5 Zähler. Wie so oft bei Open-Turnieren musste also die Feinwertung (Buchholz) den Ausschlag über die Reihenfolge geben. Auch hier war es sehr knapp, trennte doch die drei Ersten nur je ein halber Zähler. Glücklicher aber auch verdienter Turniersieger wurde letztlich FM Julius Muckle vor IM Igor Solomunovic und IM Vadim Cernov. Hinter Arkadi Syrov und Lukas Melzner belegte als bester Wormser Spieler FM Roland Ollenberger den sechsten Platz.

Einen spannenden Turnierverlauf gab es auch in der B-Gruppe für Spieler bis 1900 DWZ. Ein eindeutiger Favorit war nicht auszumachen, so dass die Tagesform eine große Rolle spielen würde. Nach vier von sieben Runden lagen noch drei Spieler ohne Verlustpunkt an der Spitze: Jan Siebel (Turm Kandel), Calvin Wenzel (SK Gernsheim) und Reimund Schott (SK HD-Handschuhsheim). Aussichtsreich im Rennen war vom Wormser Schachverein mit 3,5 Punkten auch noch Niclas Burg, dem in den drei letzten Runden jedoch jeweils nur noch Punkteteilungen gelangen. Als bester Spieler des Gastgebers belegte er in der Endtabelle Rang neun. In der fünften Runde gewann Jan Siebel gegen Reimund Schott und war damit alleiniger Tabellenführer. Dahinter folgten Calvin Wenzel und Luis Haller (Sfr. Konz-Karthaus). Siebel und Haller teilten in der sechsten Runde den Punkt, während Reimund Schott, der an Nr. 1 gesetzte Claus Sauter (SK Sandhausen), Jan Boder (SG Mörsdorf-Lahr), Anton Hardt (SK Mannheim-Lindenhof) und Jörgen Kühner (SK Gernsheim) durch Siege wertvollen Boden gutmachen konnten. An den Spitzenbrettern kam es in der letzten Runde zu folgenden Paarungen: Kühner – Siebel, Haller – Sauter und Schott – Hardt. Alle drei Partien waren lange hart umkämpft und wurden erst nach mehr als vier Stunden beendet. Anton Hardt holte sich in seiner Partie den vollen Punkt und kam damit auf 6 Punkte. Jan Siebel erreichte durch sein Remis die gleiche Punktzahl und wurde dank der besseren Feinwertung am Ende Sieger des B-Turniers. Für den Spieler von Turm Kandel war es nach 2013 der zweite Sieg beim Nibelungenopen. Hinter Anton Hardt belegten Luis Haller, Jörgen Kühner und Jan Boder die weiteren Plätze.

Bei der abschließenden Siegerehrung bedankte sich WSV-Vizepräsident Klaus Zachmann bei allen Teilnehmern für ihr Kommen und das faire Verhalten und fand lobende Worte für das große Engagement der vielen Helfer.